Donnerstag, 28. März 2013

Recht auf Stadt. Für alle! Auch für Migranten, Flüchtlinge und Obdachlose


Diskussionsabend am 10. April um 19 Uhr in der Ev. Luth. Kirchengemeinde, Merkenstraße 4

Momentan scheint es in Billstedt nur noch ein Thema zu geben: Es sollen 60 AsylbewerberInnen auf der Fläche der alten Schule am Oststeinbeker Weg untergebracht werden. Dies wird von einem Teil der AnwohnerInnen aus den unterschiedlichsten Gründen abgelehnt. Es gibt Kritik, die aber niemals auf dem Rücken der Flüchtlinge ausgetragen werden darf, denn sie haben keinerlei Einfluss auf ihre Lebensgestaltung.

Wir glauben, dass das Bemühen einiger AnwohnerInnen gegen fremdenfeindliche Stimmungen vorzugehen, ehrlich gemeint ist. Die Auseinandersetzung zum Thema Unterbringung von AsylbewerberInnen hat viele Facetten und es schwingen sicherlich auch fremdenfeindliche Töne mit, aber der zentrale Aspekt ist Angst! Wir müssen die Ängste ernst nehmen, aber uns nicht von ihnen leiten lassen. Wir dürfen menschenverachtende Aussagen und Handlungen in unserem Stadtteil nicht dulden, denn uns ist ein friedfertiges Zusammenleben wichtig.

In Billstedt leben zirka 500 Flüchtlinge und Wohnungslose, die vor allem in Sammelunterkünften untergebracht sind. Die Zahlen, mit denen die Anwohnerinitiative arbeitet, sind nachweislich so nicht richtig. Sie geht von 1200 Flüchtlingen und Wohnungslosen in Billstedt aus. Um auf diese Zahl zu kommen, haben sie einfach die Zahl der Flüchtlinge und Wohnungslosen aus dem eigenständigen Nachbarstadtteil Billbrook dazu addiert. Billstedt hat 70.000 Bewohner. Davon sind dann lediglich 0,7 Prozent Flüchtlinge und Wohnungslose.

Bei der Neuverteilung liegt Billstedt ganz am Ende.Nach uns vorliegenden Unterlagen kommen 300 Flücht- linge und Wohnungslose nach Altona, 300 werden in Bergedorf untergebracht, Eimsbüttel soll 180 Menschen aufnehmen, Hamburg Nord insgesamt 348 und die Zahlen für Harburg und Wandsbek sind noch offen.

Überall gibt es aber dieselbe Ablehnung!

Es haben sich schon Initiativen gegen die Unterbringung gebildet und in einigen mischen nach unseren Informationen rechte Gruppierungen  bereits kräftig mit! Dies müssen wir hier gemeinsam verhindern! 
Wichtig ist, dass wir unsere Einstellung gegenüber diesen Menschen ändern, denn nur dann können wir eine politische Lösung finden, die den Flüchtlingen und Wohnungslosen ein menschenwürdiges Leben
ermöglicht!

Nicht Menschen sind das Problem, sondern die sozialen Bedingungen unter denen sie leben.

Massenunterkünfte auflösen!

Die Ablehnung wird mit einigen Argumenten unterfüttert. So wird behauptet, dass der Stadtteil Billstedt weiter abgewertet wid, wenn Flüchtlinge nach Billstedt kommen. Das geht in unseren Augen klar am Kern des Themas vorbei. Es verfestigt sich der Eindruck, dass das Argument nur vorgeschoben wird, denn wenn diese Besorgnis um den „Ruf bzw. Wert“ unseres Stadtteils Billstedt ehrlich wäre, hätten wir dann einen Sturm der Entrüstung gegen die menschenunwürdigen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften Billstieg, Mattkamp usw? Hätten wir einen Sturm des Protestes gegen die soziale Spaltung auch in diesem Stadtteil? Würden wir aufbe- gehren gegen die Perspektivlosigkeit vieler junger Menschen? Würden wir aufschreien, wenn der neue Hartz IV-Atlas vorliegt?

Welche Kriterien legen wir für die Wertigkeit eines Stadtteils an?

Darüber wollen wir auf der Veranstaltung gemeinsam diskutieren, um über diesen Weg auch Forderungen zu entwickeln, mit denen sich die Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Wohnungslosen verbessern lassen.

Unterstützer der Veranstaltung: Verikom, Michael Ostendorf, DIE LINKE, Grüne, Piraten-Fraktion, Ev.-Luth Kirchengemeinde in Schiffbek und Öjendorf, DIDF-Hamburg, DIDF-Jugend Hamburg, Migrantinnen Bund Hamburg

"Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß §6 Absatz 1 des Versammlungs- gesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den Freien Kameradschaften oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen."

V.i.S.d.P. für diesen Text Britta Everding, AG Antifa; Borgfelder Straße 

Kommentare:

  1. Quo vadis Billstedt?
    Realistisch: Die Kluft zum Rest Hamburgs hinsichtlich des Anteils der diversen hilfsbedürftigen Milieus wird steigen. Welche Vorteile es wohl hat, wenn der Anteil an Spielhallen, Trinkern, bildungsfernen Familien und integrationsbedürftigen Migranten möglichst hoch ist?
    Na, ist ja auch egal. Wer Mittelschicht ist, hat ja die Möglichkeit wegzuziehen.
    In Hamburg sagt man Tschüss.
    Michaela R.

    AntwortenLöschen
  2. Hui, die Anwohner sind verschreckte kleine Hasen, wo sich die linken Durchblicker doch gleich berufen fühlen, die Welt zu erklären.
    Interessanter wäre die Angst der Linken. Die wissen insgeheim, dass sie ohne ihre sozial schwache Klientel in der Bedeutungslosigkeit versinken würden. Insofern heißt es dann heuchlerisch: Gentrifizierung verhindern, Ghettos erhalten und dann Geld für die eigenen Sozialprojekte aquirieren. Und sich in der eigenen Pseudoanständigkeit sonnen. Bei wem wohl ein Psychologe mehr fündig würde? Eins lernt man hier in Billstedt jedenfalls: die wohlhabenden Stadtteile haben zwar ein Interesse an der sozialen Spaltung. Die willigen Vollstrecker sind aber die Linken. Würde einen nicht wundern, wenn da Sponsorengelder fließen. Und das die Kirchen mitmachen, wundert auch nicht: unter den Abgeschlagenden findet man noch immer die meisten Schäfchen. Bildung, Selbstbestimmung und Chancengleichheit für alle!! Die Linke in Billstedt schadet der Integration und dem beruflichen Fortkommen von Migranten mehr, als das sie nützt. Denn wer in der Leistungsgesellschaft ankommt, ist bei dennen per se verdächtig.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mit dem Thema Angst müssen wir sie wohl richtig getroffen haben, denn sie sind zu feige mit ihrem Namen hinter ihrer Meinung zu stehen. Angst?? Was sie da absondern liegt noch unter dem Niveau unserer Bild Zeitung. Eine Ansammlung von Vorurteilen und Schwachsinn. Wenn sie leider nicht in der Lage sind Texte zu verstehen und dann darauf vernünftig - argumentativ unterfüttert - einzugehen, dann lassen sie es einfach. Von ihrer ach so geliebten Leistungsgesellschaft haben sie wohl bisher wenig profitiert, sonst hätte ihr Text mehr Niveau. Nun könnte ich den ganzen Irrsinn, den sie da verzapft haben, Punkt für Punkt auseinanderpflücken, aber mit Leuten, die anonym bleiben wollen, diskutiere ich nicht. Nur einen kleinen Denkanstoß will ich ihnen mit auf den Weg geben. Als parteiloser LINKER würde ich sogar sehr gerne in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, denn das würde in ihrer Logik bedeuten, dass es keine sozial schwachen Menschen mehr gibt.
      Dann wäre ich sehr zufrieden. Mit freundlichen Grüßen Uwe Böhm

      Löschen
  3. Hallo Herr Böhm,
    bei dieser prompten Reaktion fragt sich, wer hier wen getroffen hat. Die Ansammlung von Vorurteilen und Schwachsinn meine ich woanders zu lesen. Aber, so ist das mit der subjektiven Sichtweise. Wer in einer Antwort, (die er ja angeblich gar nicht erst geben will)über pauschale Diffamierung nicht hinauskommt, hat sich eigentlich für die Bild auch ganz gut qualifiziert. Ich schreibe deshalb anonym, weil man z.B. an Wilhelmsburg erkennen kann, dass manche Linke bei bei anderen Meinungen "in bester demokratischer Manier" zur Sachbeschädigung neigen.
    Ich wäre Ihnen im Übrigen dankbar, wenn Sie mal von den ganzen rechtsradikalen Kameradschaften in Billstedt berichten würden.
    Ansonsten freuen Sie sich doch einfach, dass Hallo Billstedt durch Kommentare etwas Leben eingehaucht wird.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Frau oder Herr Anonym!
    Gerne nehme ich ihre Anregung auf, über rechtsradikale Kameradschaften zu berichten. Das ist für mich als Antifaschist eine Selbstverständlichkeit. Leider sind wir bei unseren Recherchen zu diesem Thema - billstedtspezifisch - nie weit gekommen. Wenn sie da etwas wissen oder uns Hinweise geben können, wäre ich ihnen sehr dankbar. Dies machen wir aber bitte nicht über diese Seite.
    Mein Vorschlag: Wenden sie sich bitte an Mike Neschki. Er betreibt diese Seite und lassen sie sich von ihm meine Mailadresse geben. Dann können sie sich mit mir in Verbindung setzen. Ich beiße nicht und neige eher nicht zur Sachbeschädigung.
    Ein schönes Wochenende wünscht ihnen Uwe Böhm

    AntwortenLöschen
  5. Selten so einen Unsinn gelesen !
    "Recht auf Stadt. Für alle!"

    Es gibt kein Recht für Stadt auf alle.
    Wer geanau ist denn "alle" ?
    Alle aus Deutschland ?
    Alle aus Europa ?
    Alle 7 Milliarden Menschen auf der Welt ?
    Welche Stadt ? Hamburg ?

    Und was ist mit den Menschen, die schon hier sind ? Sollen die denn alle (aus der Stadt) vertrieben werden ?

    AntwortenLöschen
  6. Sehr geehrte(r) Herr/Frau Anonym,

    diese Fragen möchte ich als Moderator gern – obwohl es mir schwerfällt, dabei sachlich zu bleiben – beantworten. "Recht auf Stadt. Für alle." bedeutet das gleiche wie "Recht auf Leben. Für alle." Auch für Sie.

    Mit besten Grüßen, Mike Neschki

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Herr Neschki,

    das beantwortet meine Fragen leider nicht:
    Wer geanau ist denn "alle" ?
    Alle aus Deutschland ?
    Alle aus Europa ?
    Alle 7 Milliarden Menschen auf der Welt ?
    Welche Stadt ? Hamburg ?

    AntwortenLöschen
  8. Ich hatte es befürchtet. Also, die Antworten in Ihrer Reihenfolge:

    Das Wort "alle" ist klar definiert. Alle sind alle. Keiner mehr und keiner weniger.
    Ihre Frage hätte übrigens lauten müssen: Wer genau SIND denn "alle"? Wir bewegen uns da nämlich im Plural, wenn wir von "allen" sprechen.
    Ja.
    Ja.
    Ja.
    Auch.

    AntwortenLöschen
  9. Das ist typisch für Ihre Kommentare hier: Wenn Ihnen die Argumente nicht gefallen oder Ihnen nichts einfällt, was Sie auf gute Gegenargumente entgegnen könnten, dann flüchten Sie sich entweder in "Klein-Fritzchen-Humor" oder Sie suchen krampfhaft eine andere Kleinigkeit, die mit der Sache nichts zu tun hat. Ih könnte jetzt über einen Ihrer letzten Artikel im Wochenblatt herziehen. Da waren gleich mehrere Sätze grammatikalisch nicht korrekt. Aber das ist nicht mein Niveau.

    Zu Ihren Antworten:
    Wenn "alle" ein bestimmtes Recht haben (Bsp. Recht auf Kitaplatz), dann müssen Sie dieses in unserem Rechtsstaat auch einklagen können. Wie soll das gehen?

    Und was ist mit den Menschen, die dort leben ? Wollen Sie, dass die aus der Stadt gedrängt werden? Billstedt hat 70000 Einwohner. Nun wollen bspw. 100000 nach Billstedt, 2 Mio. nach Hamburg. Wie soll das denn funktionieren ? Wie wollen Sie das sicherstellen? Wo sollen die wohnen ? Nimmt jeder dann drei Personen in seiner Wohnung auf? Wovon sollen die leben? Wo sollen die arbeiten?

    Das sind doch ideologische Phantasien, undurchdacht und töricht.

    AntwortenLöschen
  10. Ich mach' Ihnen einen Vorschlag bevor es hier ausufert. Wir treffen uns irgendwo und dann unterhalten wir uns darüber. Wenn Sie möchten, bringen Sie noch jemanden mit. Sagen Sie es mir aber bitte vorher. Über eine Frage, die ich Ihnen dann aber stellen werde, sollten Sie sich schon einmal Gedanken machen. Wer hat eigentlich KEIN Recht auf Stadt?

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Herr Neschki, wenn wir uns irgendwo treffen, kann aber keiner den Dialog verfolgen - außer uns.
    Das wäre doch bedauerlich. Sie beantworten meine Fragen mit einer Gegenfrage. Daraus folge ich: Sie können meine Fragen nicht ernsthaft beantworten.

    Ihre Frage beantworte ich gern. NIEMAND hat ein RECHT auf Stadt. So etwas kann es auch gar nicht geben. Im Rahmen unseres Grundgesetzes und unserer Gesetze kann sich jeder in unserer Stadt aufhalten, eine Wohnung mieten oder kaufen und hier leben. Aber genauso wie natürliche Ressourcen begrenzt sind, gilt dies auch für die "Ressource" Stadt.
    Ich würde bspw. auch gern an der Alster wohnen. Aber der Platz ist begrenzt. Aus diesem Neid abzuleiten, JEDER hätte darauf ein RECHT ist doch recht einfallslos.

    AntwortenLöschen
  12. Liebe(r) Frau oder Herr P. Lustig, ich möchte Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass Sie nicht wissen wovon Sie reden rspt. schreiben. Ihre abstrusen Folgerungen lassen einfach keinen anderen Schluss zu. 1. habe ich Ihnen nur einen Vorschlag gemacht und wie ich meine, einen fairen. Und 2. sollten Sie sich erst einmal nur Gedanken machen, keine Frage beantworten.

    Dass Sie die Meinung vertreten, dass niemand ein Recht auf Stadt hat, ist Ihre Meinung. Vielleicht. Wenn es denn tatsächlich so ist, auch Ihr gutes Recht. Und dass natürliche Ressourcen begrenzt sind, ist mir bekannt. Auch dass Sie an der Alster wohnen möchten ist nur zu verständlich. Das dürfen Sie übrigens. Das kann Ihnen keiner verbieten und ist keine Frage des Platzes. Es gibt auch dort ein ständiges Kommen und Gehen, von daher gibt es auch für Sie die Möglichkeit, dorthin zu ziehen. Weil es nämlich ein Recht auf Stadt gibt. Jeder hat dieses Recht. Das kann Ihnen keiner nehmen. Es ist nur eine Frage des Geldes. Damit wären wir übrigens beim Punkt, und jetzt dürfen Sie wieder ein paar Tage überlegen. Mit freundlichen Grüßen, Mike Neschki

    AntwortenLöschen
  13. Hallo Herr Neschki,
    es ist mir unverständlich, warum Ihnen meine Folgerungen "abstrus" erscheinen: Zu Ihrem Punkt 1: Ich habe Ihren Vorschlag abgelehnt und auch erklärt warum. Ich verstehe "Hallo Billstedt" so, dass hier auch Diskussionen erwünscht sind. Offensichtlich wollen Sie aber nur Ihre Meinung hier veröffentlichen und keine Kritik und anderslautende Meinung. Zu Punkt 2: Wenn Sie richtig lesen würden, hätten Sie auch die Chance mich richtig zu verstehen. Da ich ein Treffen für nicht "Blogkonform" halte und abgelehnt habe, können Sie mir Ihre Frage dann auch nicht beim Treffen stellen. Daher habe ich Ihre Frage hier beantwortet. War das mal wieder nicht in Ihrem Sinne...?
    Vielleicht bleiben Sie endlich einmal beim Thema, damit hier auch eine Diskussion stattfindet.

    Ich hatte in meinem Kommentar geschrieben, dass "sich jeder in unserer Stadt aufhalten, eine Wohnung mieten oder kaufen und hier leben" kann. Daraus können Sie folgern, dass auch ich das so sehe, dass man mir dies nicht verbieten kann. Aber dennoch ist der Platz begrenzt - auch wenn Ihnen das schwer fällt zu glauben. Je größer die Nachfrage nach einem knappen Gut, desto höher der Preis. Das ist auch gut so. Denn das stärkt die Marktwirtschaft. Das führt nämlich u.a. dazu, dass die Nachfrage "ausweicht" auf andere Gegenden und dort investiert wird. Oder wollen Sie eine Lotterie für die Wohnungen an der Alster und anderswo?

    Bereits am 12.April hatte ich gefragt, wie Ihr "Vision" denn konkret funktionieren soll, wenn 100.000 Menschen nach Billstedt wollen und 2. Mio nach Hamburg. Da warte ich immer noch auf Antworten.

    Übrigens: Ich bin nicht jeden Tag auf dieser Seite - so wie Sie als Betreiber der Seite.

    AntwortenLöschen
  14. Frau/Herr Lustig,

    dass Ihnen Dinge unverständlich sind, hätten Sie nicht erwähnen müssen. Ihre Meinung, dass ich keine Kritik oder anders lautende Meinungen nicht zulassen will, ist natürlich Quatsch. Wenn das so wäre, würde ich hier ja auch keine Kommentare zulassen. Unterm Strich sehen Sie das doch auch so, oder?

    Es fängt an mich zu ermüden, Ihnen immer zu antworten, aber ich versuche es noch ein letztes Mal.

    Natürlich ist der Platz in Städten begrenzt, aber Platz ist überall begrenzt. Darum geht es aber gar nicht. Es geht darum, dass jeder ein Recht hat, in der Stadt zu leben. Mehr nicht. Oder wollen Sie mir die Menschen zeigen, die kein Recht darauf haben, in dem Sie mit dem Finger darauf zeigen und sagen: „Du darfst hier nicht wohnen!“?

    Es geht doch darum, dass wir keinen Menschen ausgrenzen dürfen, schon aus ethischen Gründen nicht. Nicht aus Städten, nicht aus Kindergärten oder aus was weiß ich. Verstehen Sie jetzt, was ich meine? Genauso wie Sie ein Recht auf Meinungsfreiheit haben. Wir könnten auch sagen, dass alle Deutschen ein Recht auf Deutschland haben. Oder wollen Sie da auch sagen: „Nein, Du nicht! Du hast nicht genug Geld!“? Oder Superlativ: „Alle Menschen haben ein Recht auf Erde!“ Von daher erübrigt sich die Antwort auf Ihre Frage, wie meine „Vision“ denn lautet, wenn 100.000 Menschen nach Billstedt wollen und zwei Millonen nach Hamburg. Übrigens gehört Billstedt zu Hamburg.

    Und Ihre Aussage, dass bei einer großen Nachfrage nach einem knappen Gut der Preis steigt und dass dies angeblich auch gut so ist, weil es die Marktwirtschaft stärkt, halte ich persönlich für bedenklich. Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich hoffe, dass die Diskussion darüber jetzt beendet ist. Vielleicht geben Sie sich ja doch noch zu erkennen.

    Beste Grüße, Mike Neschki

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Herr Neschki,

    ermüdend sind Ihre Kommentare. Die Forderung "Recht auf Stadt" der Initiative, die Sie unterstützen, sind naiv und infantil. Das zeigt sich in Ihrem "Superlativ", dass "alle Menschen ein Recht auf Erde" haben. Warum schreiben Sie nicht gleich: Alle haben ein Recht auf alles?

    Sie geben zu: Der Platz in den Städten ist begrenzt. Das ist ja ein erfreulicher Erkenntnisgewinn bei Ihnen! Die Frage aber, wie denn 2.Mio Menschen, die nach Hamburg kommen wollen, davon 100.000 nach Billstedt, umgesetzt werden soll vor dem Hintergrund Ihrer absurden Forderung "alle haben ein Recht auf Stadt", beantworten Sie nicht.

    Wie ich bereits geschrieben hatte: Im Rahmen unserer Gesetze und des GG darf jeder eine Wohnung oder ein Haus mieten oder kaufen. Gibt es denn Fälle, dass jemand aus seinem Eigentum vertrieben werden soll oder seine Mietwohnung verlassen soll, obwohl er/sie gegen kein Gesetz verstossen hat? Wen meinen Sie denn?

    AntwortenLöschen
  16. Ach, Herr Lustig oder wie auch immer Sie heißen mögen, Herr Fröhlich ...

    AntwortenLöschen