Sonntag, 7. April 2013

Offizielle Zahlen zu den öffentlich-rechtlichen Unterbringungen in Billstedt


In der aktuellen Diskussion um die geplante öffentlich-rechtliche Unterbringung (Menschen ohne Wohnung wie beispielsweise Obdachlose und Flüchtlinge) von 60 Flüchtlingen auf dem ehemaligen Schulgelände im Oststeinbeker Weg wird als wesentliches Argument, das gegen die Unterbringung spräche, eine ungleiche Verteilung der Menschen in den Hamburger Stadtteilen genannt.

Im SPD Wahlkreisbüro in der Steinbeker Marktstraße 87, aber auch in persönlichen Gesprächen an unseren Infoständen, erreichten die Bürgerschaftsabgeordnete Hildegard Jürgens verstärkt Anfragen nach der genauen Anzahl der öffentlich-rechtlich untergebrachten Menschen in Billstedt. Dabei werden nach wie vor stets vier Unterbringungen genannt, nämlich Mattkamp, Billstieg, Billbrookdeich und Spliedtring. Als Zahlenwerte fallen dabei häufiger „weit über 1000“ bzw. „mindestens 1200“.

Deshalb erkundigte sich die Abgeordnete Hildegard Jürgens bei der Regionalleitung für Hamburg-Mitte von „f & w – fördern und wohnen“ als zuständigem Unternehmen nach den aktuellen Belegungszahlen, die für  die genannten Unterbringungen folgende Belegungen nannte:

Mattkamp  =  360 BewohnerInnen (313 Flüchtlinge und 47 Obdachlose)
Billstieg   =   624 BewohnerInnen (547 Flüchtlinge und 77 Obdachlose)
Billbrookdeich 76   =  116 BewohnerInnen (2 Flüchtlinge und 114 Obdachlose)
Spliedtring   =   131 BewohnerInnen (8 Flüchtlinge und 123 Obdachlose)

Insgesamt würde es sich damit um 1.231 Menschen für Billstedt handeln.
  
Wie in der aktuellen Fassung des Straßen- und Gebietsverzeichnisses  der Freien und Hansestadt Hamburg von 2011, Quelle:
nachzulesen ist, befinden sich die Unterbringungen im Billstieg und Billbrookdeich im Billstedter Nachbarstadtteil Billbrook. So ergibt sich für Billstedt aktuell eine tatsächliche Unterbringung von 491 Menschen und damit 40 Prozent der behaupteten Anzahl an Personen.

In Billstedt ist laut Hamburger Stadtteil-Profile 2012, Quelle:
eine Einwohnerzahl von 69.261 Menschen angegeben. Geht man davon aus, dass die Menschen der Unterbringung dort bereits zugezählt sind, kommt man somit auf einen Anteil der Unterbringung von 0,7 Prozent.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es in Billstedt aktuell 491 Menschen in öffentlich-rechtliche Unterbringung gibt, die 0,7 Prozent der Einwohner darstellen. Dabei handelt es sich um 321 Flüchtlinge und 170 Obdachlose.

Für Rückfragen: 040 81 99 60 56 oder kontakt@hildegard-juergens.de

Kommentare:

  1. Folgende Fakten wurden von Frau Jürgens nicht erwähnt:
    - Unterbringungsquote in Hamburg 0,4 %
    - 77 von 104 Stadtteilen in Hamburg haben bislang KEINE Plätze.
    - Stadtteil Eimsbüttel (57000 Einwohner) hat keinen Platz, Anteil der Unterbringung = 0,00 %
    - Im Bezirk Eimsbüttel wurden von 2008 bis 2010 425 Plätze abgebaut, im Bezirk Hamburg-Mitte nur 40
    - Die genannten Standorte Billstieg und Billbrookdeich liegen direkt an der Grenze zu Billstedt. Billbrook hat 1300 Einwohner und ist hauptsächlich Gewerbegebiet. Der soziale Schwerpunkt der Menschen ist somit ebenfalls Billstedt. Die Integrationsleistung erfolgt also in Billstedt. Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, dass 1300 Einwohner 750 Flüchtlinge und Obdachlose integrieren ? Auf welchen Schulen sind denn deren Kinder ?

    Es ist beschämend, dass ausgerechnet ein SPD-Senat derart unsoziale Maßnahmen entscheidet! Laut Sozialmonitoring leben 57% der Einwohner Billstedts in einem Gebiet mit sehr niedrigem sozialem Status. In Eimsbüttel sind es 0 %. Warum fordern Sie, Frau Jürgens, von den starken Stadtteilen nicht mehr Solidarität? Auf Ihrer Internetseite steht doch der Spruch: "Für ein solidarisches Hamburg". Alles wohl wieder nur Wahlkampfslogans ohne Substanz. Streichen Sie endlich das "S" aus Ihrem Parteinamen, denn damit hat die SPD es offensichtlich nicht mehr so. Wahrscheinlich wollen Sie, dass es in Billstedt immer schlechter wird: Mehr Spielhallen, mehr Kinder ohne Schulabschluss. Dann können Sie sich wieder mit irgendwelchen Alibi-Sozialprojekten profilieren. So entsteht Politikverdrossenheit! Glückwunsch!

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    1. Da googelt man mal die Unterbringungszahlen, über die in der Stadt so wild diskutiert wird, und landet auf dieser Seite.
      Ehrlich gesagt komme ich nicht aus Billstedt und kenne auch die Kommentatoren nicht (die sich scheinbar kennen), aber finde es schon mal sehr gut, dass Frau Jürgens (laut google „Ihre“ Bürgerschaftsabgeordnete) diese Daten zusammengetragen hat und auch belegt (entweder mit Link oder sagt, woher sie die Daten hat). Denn die Abgeordneten meines Stadtteils kümmern sich da gar nicht drum.

      Bei einer einfach nachvollziehbaren Zahlenaufstellung den ersten Kommentar zu lesen hat mich verwundert:

      Also prinzipiell ist das St. Florians-Prinzip immer falsch in der Politik.
      Ob die Daten des ersten Kommentars stimmen kann man weder per Link überprüfen, noch ist angegeben woher sie sind, so dass man selber nachfragen könnte. Einfach sowas zu behaupten (mehr ist es ja leider nicht) kann jeder und damit ist man auch falsch in der seriösen Politik.

      Was mich aber noch mehr erstaunt hat, war die persönliche Ansprache an die Autorin. Wieso macht man denn sowas? Ist sie die Besitzerin der Homepage hier? Liest sie das überhaupt?
      Dafür wird sie dann ja auch noch persönlich angegriffen und ihre Arbeit kritisiert. Völlig widersinnig.
      Ist sie denn wirklich so schlecht? Dann versteh ich nicht wieso eine SPD Abgeordnete sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt, denn es ist sicher kein angenehmes für ein Mitglied der Partei mit Regierungsverantwortung.

      Ich selber komm aus dem Hamburger Süden. Da hat die CDU sich abgefeiert die Unterbringung abzubauen. Ich hab das Glück gehabt, dass es eher „CDU-Land“ ist, denn dort wurden die Unterbringungen ziemlich zügig abgebaut und hier bei Ihnen scheinbar nicht. Das ging aber auch nur, weil die Flüchtlingszahlen zurückgingen. Jetzt wird die SPD gehauen, weil sie die wieder aufbauen müssen, weil die Zahlen wieder steigen. Eigentlich auch total daneben, sind ja nicht ihre Flüchtlinge. Sie werden sich noch wundern, wenn ihre aktiven Abgeordneten mal durch Faule ersetzt werden. Ich spreche da aus Erfahrung.


      Nun gut. Der erste Kommentar dazu hat mich aber schon davon abgehalten die anderen auch wirklich zu lesen und nicht nur zu überfliegen(man möge es mir verzeihen), aber wenn etwas politikverdrossen machst, dann ist es solche Kommentare wie den ersten zu lesen.
      Ich dachte Billstedt hätte eher ein Problem mit den Medien, die den Stadtteil schlecht aussehen lassen, aber ehrlich gesagt hab ich erst nach der Lektüre einen schlechten Eindruck vom Stadtteil.
      Schließlich definiert sich ein Stadtteil durch seine Einwohner.


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    2. Zu den Quellen kann ich Ihnen gerne behilflich sein:
      1.) Unterbringungsquote in Hamburg 0,4 %
      2.) 77 von 104 Stadtteilen in Hamburg haben bislang KEINE Plätze.
      3.) Stadtteil Eimsbüttel (57000 Einwohner) hat keinen Platz, Anteil der Unterbringung = 0,00 %
      4.) Im Bezirk Eimsbüttel wurden von 2008 bis 2010 425 Plätze abgebaut, im Bezirk Hamburg-Mitte nur 40

      Quellen:
      zu 1) 8000 Plätze auf 1,8 Mio Einwohner = 8.000 / 1.800.000 = 0,4%
      zu 2, 3 und 4)Bsp.: Senatsantwort vom 11.12.2012, (Drucksache 20/6147): http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&dokid=38927&page=0
      Als google-Profi sind Sie sicherlich in der Lage, die Stadtteile zu den Straßennamen zu ermitteln. Übrigens: Die Behörde hat meinen Daten nie widersprochen in Ihren Antwortschreiben.

      Und zu weiteren Vorwürfen: Warum glaube ich Ihnen nicht, dass Sie aus dem Süden Hamburgs kommen und gleichzeitig etwas gegen die CDU schreiben? Warum nehmen Sie die Frau Jürgens so in Schutz? Weil Sie vielleicht aus Ihrem Wahlkreisbüro kommen...?
      Frau Jürgens kümmert sich auch nicht wirklich um "Ihren Stadtteil". Sie versucht die Entscheidung Ihres Senats (ebenfalls SPD) nur schönzureden. Motto: Ist ja gar nicht so schlimm. Sie verteidigt das unsoziale und familienfeindliche Vorgehen der Sozialbehörde. Wahrscheinlich ist die Unterbringung von Minderjährigen Azubis mit Obdachlosen in Wilhelmsburg (ebenfalls durch die Sozialbehörde vorgeschlagen) aus Sicht von Frau Jürgens auch nicht so schlimm

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  2. Da ich ihre Argumentation, die wieder nachweislich an vielen Punkten falsch ist ( z.B. Schulsituation)nicht Punkt für Punkt widerlegen möchte, lasse ich die Schule am Billbrookdeich selber sprechen. Und wenn es ihnen dann auch wieder nicht passt, dann rufen sie einfach bei der Schule an und erklären denen, dass das nicht in ihr Gedankenfeld passt.
    L.G. Uwe Böhm (mehr Zeit habe ich leider nicht)

    Der Standort Billbrookdeich der Schule Am Schleemer Park liegt im Industriegebiet nahe der B5. Das Grundstück ist parkähnlich angelegt und bietet viel Platz zum Spielen und Toben. Hier werden 4 Grundschulklassen, 2 ABC Klassen und eine Vorschulklasse unterrichtet. Weiterhin finden Sprachkurse für Frauen statt.

    An zwei bis drei Tagen in der Woche können Erwachsene –zumeist die Eltern der Schüler- Unterstützung von einem Mitarbeiter des Jugendhilfeträgers basis&woge erhalten.

    Die - zur Zeit- ca. 110 Schüler des Standortes kommen zum großen Teil aus der Wohnunterkunft Billstieg. Fast alle haben Migrationshintergrund, so dass viele verschiedene Nationen miteinander und voneinander lernen können. Die Kinder kommen schwerpunktmäßig aus dem ehemaligen Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien, Afghanistan, Ghana, Polen und Russland. Die größte Gruppe bilden die Kinder aus Roma Familien.

    In jedem Schuljahr finden 6 bis 9 sogenannte Projekttage statt. Die Klassen suchen an diesen Tagen außerschulische Lernorte auf, um praxisnahe Erfahrungen zu sammeln. Dies können z.B Besuche bei der Feuerwehr, im Zoo, im Hafen oder auch Marktbesuche mit anschließendem Kochunterricht sein.

    Natürlich nimmt auch der Standort Billbrookdeich an der jährlich für die vierten Klassen veranstalteten HVV Rallye teil und misst sich mit anderen Schulen bei Völkerballturnieren. Es zeigt sich, dass viele Schüler des Standortes Billbrookdeich sehr sportlich sind, wodurch die letzten Turniere gewonnen werden konnten.

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  3. Hallo Herr Böhm,

    das ist mal wieder typisch für Ihre Kommentare. Welche Daten sind denn falsch. Ich kann Ihnen gern die Quellen nennen, aber dann müßten Sie die Wahrheit ja akzeptieren. Und da ist es natürlich einfacher, zu behaupten, das würde alles nicht stimmen. Zu welchen Angaben benötigen Sie denn einen Nachweis?

    Was soll denn das unsinnige Kopieren der Schulinformation ? Was wollen Sie denn mit der Schönwetterdarstellung des Schulbetriebs zeigen ? Dass Ihnen die Argumente mal wieder fehlen ?

    Im kopierten Text heißt es: "Fast alle haben Migrationshintergrund, so dass viele verschiedene Nationen miteinander und voneinander lernen können." Stellen Sie sich so etwa Integration vor ? Die Kinder integrieren sich also untereinander ? Da stören deutsche Kinder nur, oder wie?

    Und trotzdem ist der kulturelle und soziale Schwerpunkt der Menschen in den beiden Standorten Billstedt, denn Billbrook ist, wie Sie dem Artikel entnehmen können, den Sie kopiert haben, ein Industriegebiet. Die Menschen werden im Billstedt-Center einkaufen, Sie werden im Ortsamt Billstedt Behördengänge vornehmen und Sie werden soziale und kulturelle Projekte in Billstedt besuchen.

    Ich habe nicht bestritten, dass die Kinder auch mal in den Zoo gehen, an Volleyballturnieren teilnehmen oder Marktbesuche wahrnehmen. Dass die Schule und die Lehrer ihr bestes geben, davon bin ich überzeugt. Ist aber leider von Ihnen - mal wieder - am Thema vorbei!

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  4. Also Sie zu verstehen, fällt mir enorm schwer, denn es stellen sich mir gleich mehrere Fragen, die Sie mir bitte doch beantworten sollten. Lesen bzw. verstehen Sie ihre eigenen Texte??
    In Ihrem Kommentar zu den Zahlen, die auch Frau Jürgens noch einmal recherchiert hat, stellen Sie suggestiv die Frage: Auf welche Schulen gehen deren Kinder (gemeint sind die Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft Billstieg im Stadtteil Billbrook)?? Diese Frage soll natürlich eine gewisse Antwort erzeugen, denn der geneigte Leser soll seinem Impuls folgen und diese Frage mit der "Erkenntnis" garmieren, dass deren Kinder Billstedts Schulen überschwemmen, worin ich kein Problem sehen würde, was aber nicht stimmt, denn 92,4% der Schüler gehen wohnungsnah in Billbrook zur Schule!! In ihrem letzten Kommentar setzen Sie dem Fass, das Sie aufmachen, noch die Krone auf. Gibt es da schizophrene Erscheinungen?? Da wird aus Ihrer Ecke in etlichen Versammlungen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen auch auf der Ebene argumentiert, dass die Kinder der Flüchtlinge das Bildungsniveau in den Billstedter Schulen herunterfahren würden und dass man dies den Schulen und ihren Schülern nicht zu muten dürfte, was ich schon als dreist genug empfinde, aber nun beschweren Sie sich, dass in Billbrook Kinder mit Migrationshintergrund unter sich bleiben und dort keine deutschen Schüer dabei sind. Ja, was denn nun?
    Die ganzer Haltung ist dermaßen heuchlerisch und durchsichtig. Sie bedarf eigentlich keiner langen Argumentation. Sagen Sie doch ganz einfach, was Sie wirklich meinen. Nun mache ich es für Sie: Sie wollen keine Flüchtlinge vor Ihrer Haustür, sie lehnen Menschen ab, die Sie nicht kennen, sie wollen in ihren Kreisen unter sich bleiben. So wäre es wenigstens ehrlich. Dass Sie soziale Belange ins Feld führen, von Durchmischung reden usw. Ersparen Sie uns das bitte. Noch eine entscheidende Frage: Welche konkrete Integrationsleistung gegenüber den Flüchtlingen aus Billbrook erbringt denn Billstedt nun wirklich?? Ich war persönlich im Billstieg. Noch nie ion meinem Leben habe ich mich so ohnmächtig gefühlt, war so hilflos!! Die Menschen dort sind isoliert und gehen kaum aus ihrem Umfeld raus. Kontakte nach Billstedt sind eher selten, was an sich schon sehr traurig ist. Wollen Sie dagegen opponieren, dass diese Menschen hier eventuell einkaufen. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.
    Nun noch ein paar Anmerkungen zu Eimsbüttel. Eimsbüttel sollte 177 Menschen im Offakamp unterbringen, aber die vorgesehene Fläche war verseucht!! Eimsbüttel wird nach den jetzigen Plänen 180 menschen aufnehmen, aber wie geagt um so genannte Gerechtigkeit geht es dabei überhaupt nicht, denn diese Art zu denken ist in sich schon menschenverachtend.
    Und da Sie ja so auf unser tolles Gesellschaftssystem abfahren, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass der Billstieg, den selbst die Behörde (hinter vorgehaltener Hand) dicht machen möchte, dem Vermieter seit Jahren regelmäßige Einnahmen garantiert. Ohne diese Unterbringung müsste er die Häuser abreißen oder total sanieren. Dieser Mensch ist auf jeden Fall ein Freund des Mittelstandes, denn er hat unser System begriffen und nutzt es für sich!!
    Liebe Grüße Uwe Böhm
    Ps: Die Zahlen zum Bezirk Mitte stimmen übrigens auch nicht. (Berzelliusstraße usw.)

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  5. Bevor ich auf Ihre Beleidigungen, falschen Behauptungen und Unterstellungen eingehe, die zunehmend agressiver werden:
    1.) Welche meiner Zahlen zum Bezirk Mitte stimmen nicht ?
    2.) Was genau meinen Sie mit "Berzelliusstraße usw."?
    3.) Welche meiner folgenden Aussagen vom 7.April sind falsch ? Wie lautet denn Ihrer Meinung nach die richtige Antwort ?
    - Unterbringungsquote in Hamburg 0,4 %
    - 77 von 104 Stadtteilen in Hamburg haben bislang KEINE Plätze.
    - Stadtteil Eimsbüttel (57000 Einwohner) hat keinen Platz, Anteil der Unterbringung = 0,00 %
    - Im Bezirk Eimsbüttel wurden von 2008 bis 2010 425 Plätze abgebaut, im Bezirk Hamburg-Mitte nur 40
    4.) Heulerisch ist Ihre Darstellung. Sie arbeiten bei einem Träger der "Sozialindustrie", der seine Aufträge u.a. auch von der BASFI erhält. Sie haben also ein ganz persönliches Interesse, dass möglichst viele sozial Schwache nach Billstedt kommen, damit Sie denen "etwas Gutes tun können".
    Ihre Unterstellungen sind dumm und primitiv, wie Ihre Argumentationen meistens. Sie unterstellen mir immer wieder direkt oder indirekt etwas gegen Fremde oder sozial Benachteiligte zu haben. Warum bin ich denn 2008 nach Billstedt gezogen ? In diesem Stadtteil gibt es einen hohen Migrantenanteil und viele sozial Schwache. Das war mir vorher auch klar. Aber die Politik und Verwaltung hat uns schriftlich und mündlich versichert, dass man "aus den Fehlern der Vergangenheit" gelernt habe.
    Der Unterschied zwischen uns ist, dass ich dazu beitragen möchte, dass dieser Stadtteil eine bessere Durchmischung bekommt und nicht jedes Jahr einen neuen Negativrekord im Sozialmonitoring erhält. Zitat: "Einen räumlicher Schwerpunkt für Gebiete mit einem 'niedrigen' oder 'sehr niedrigen' Status bildet der östliche Stadtrand Hamburgs (v.a. Stadtteile Billstedt,Horn und Jenfeld)." (S.27) Sie hingegen wollen, dass immer mehr sozial Schwache nach Billstedt kommen, wahrscheinlich weil Sie das für sich als Bestätigung brauchen, dass Ihre Arbeit so dringend gebraucht wird.
    Wahrscheinlich haben Sie keine Kinder, sonst würden Sie anders denken. Meine Kinder werden jedenfalls nicht in eine Kita oder Schule hier vor Ort gehen, denn die Schulen sind aufgrund der fehlenden sozialen Balance überfordert. Aber die Kinder aus den Familien vor Ort, die sich keine Alternative leisten können, tun mir leid. Sie sind von Beginn an Chancenlos. Die Politik "findet" für Unterbringungsplätze von Flüchtlingen und Obdachlosen immer nur Standorte in den selben Stadtteilen: Billstedt, Jenfeld etc. Und Sie nehmen diese Politik auch noch in Schutz. Damit machen Sie sich zum billigen Handlanger für die BASFI: Staatsrat Pörksen aus der BASFI war jahrelang im SPD-Kreis Eimsbüttel Vorsitzender. Und wieviele Plätze hat der Stadtteil Eimsbüttel: KEINE
    Und im nächsten Jahr "wundert" man sich dann, dass die soziale Teilung der Stadt wieder zugenommen hat...

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    1. Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt noch mal auf die Unverschämtheiten antworte, aber ich mache dies für diejenigen, die hier mitlesen.
      Danach ist die Auseinandersetzung für mich beendet.
      Es wird unterstellt, dass ich quasi von der BASFI indirekt bezahlt werde und ich deshalb daran ein Interesse hätte, dass möglichst viele sozial schwache Menschen nach Billstedt kommen sollen, um meine Arbeit quasi abzusichern. An anderer Stelle wird sogar behauptet, dass ich aus Blankenese bezahlt würde.
      Ich arbeite gar nicht in Billstedt sondern in Bergedorf. Meine Aufträge habe ich bisher immer über meine Firma bekommen. Ich mache in exponierter Stellung Bürgerarbeit, die mittlerweile in Bergedorf viel Anklang findet. Der Stadtteil Bergedorf ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Ich fühle mich wie in einer anderen Welt. In diesem Zusammenhang engagiere ich mich auch für sozial schwächere Menschen und habe die Kultur_Tafel Bergdorf aufgebaut. Diese Arbeit wird auch von Menschen, denen es besser geht (Mittelstand) geschätzt und unterstützt. Auch Bergedorf wird weitere Flüchtlinge aufnehmen, was auch zu kritik geführt hat, aber diese Kritik hat (bis auf Ausnahmen aus der rechten Szene)ein menschliches Gesicht. Hier geht es nicht gegen diese Menschen an sich, denn sie sind vielen Bergedorfern willkommen. Es geht gegen die Unterbringungsbedingungen und die lange Verweildauer, der diese Menschen ausgesetzt sind. Das wollen die Bergedorfer ändern. In meinem gesamten Leben habe ich mich noch nie kaufen lassen, sondern ich habe durch meine Einstellung mit vielen Nachteilen zu kämpfen gehabt. Deshalb machen mich die Unterstellungen auf dem Hintergrund feiger Anonymität traurig. Für seine Überzeugung sollte man auch mit seinem Namen einstehen.
      Mehr will ich dazu nicht mehr sagen.

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    2. Auch Sie haben diesen Kommentar anonym geschrieben, Herr Böhm.

      Ich habe nicht behauptet, dass Sie in Billstedt arbeiten. Sie arbeiten bei dem
      Beschäftigungsträger Sprungbrett in Bergedorf.

      http://www.sprungbrett-hh.de/

      Zitat von der Homepage:
      "Sprungbrett ist in diesen Bereichen tätig im Auftrag von jobcenter team.arbeit.hamburg, der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF)."

      Damit wäre ja wohl eindeutig belegt, dass Sie indirekt von den Aufträgen der BASFI bezahlt werden!

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  6. Hallo Herr Böhm,
    1.) Die genannte Schule (Standort Billbrookdeich) ist nur eine Grundschule. Welche Kitas bzw. weiterführenden Schulen gibt es denn dort noch vor Ort?
    2.) Auf Ihre Frage, was ich denn nun will: Chancengleichheit für alle Kinder. Die Schule schreibt zynisch auf Ihrer Homepage: "Fast alle haben Migrationshintergrund, so dass viele verschiedene Nationen miteinander und voneinander lernen können." Ich möchte weder, dass alle Migrantenkinder unter sich sind, noch dass alle Kinder von reichen Familien in Eimsbüttel unter sich sind und sich somit der Solidarität und der sozialen Verantwortung entziehen. Sie begreifen es einfach nicht: Es gibt jetzt schon in Billstedt zuviele Bildungsverlierer. Und Sie behaupten ernsthaft: Alles kein Problem ?

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  7. Noch ein Hinweis, dass Sie - wie so oft - mit falschen Behauptungen argumentieren: Der Standort Offakamp liegt im STADTTEIL Lokstedt ! Im Stadtteil Eimsbüttel bleiben die von Ihnen sog. "Reichen und Mächtigen" also weiterhin unter sich. An anderer Stelle haben Sie einmal behauptet, Sie wollten sich mit denen anlegen! Aber in Wirklichkeit legen Sie sich nur mit Mittelstandsfamilien an, die nach Billstedt gezogen sind.

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  8. Liebe Redaktion von "Hallo Billsted", es fällt mir äußerst unangenehm auf, das hier außer von Herrn Böhm nur anonyme Kommentare abgegeben werden, Was soll das? Entweder man steht zu seiner Meinung, oder man hält die Klappe, aber anonyme statements sind doch überhaupt nicht ernst zu nehmen!!

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    1. Liebe Heike Dahlgaard, dass fällt nicht nur Ihnen unangenehm auf, sondern auch weiteren Lesern, die mich schon darauf aufmerksam machten. Leider habe ich keinen Einfluss darauf, ob jemand seinen Namen nennt oder nicht. Die Alternative wäre, anonyme Kommentare nicht zu veröffentlichen. Ich habe schon darüber nachgedacht, aber vielleicht geben sich die Schreiber dieser Kommentare ja eines Tages doch noch einen Ruck und nennen ihren Namen. Zu wünschen wäre es.

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  9. Hallo Frau Dahlgaard,

    für mich gibt es vor allem folgenden Grund, warum ich nicht meinen Namen veröffentlichen möchte:

    Ich habe keinen Einfluß darauf, wann mein Kommentar wieder entfernt wird. Das bedeutet, dass bspw. bei einem Jobwechsel mein Kommentar jederzeit für jeden weltweit zu lesen wäre.

    Die Kommentare mit Namen sind ausschließlich von Personen, die auch in der Politik aktiv sind. Sie sind ja bspw. im RA Billstedt UA Bau aktiv. Da kennt man natürlich ohnehin Ihre Einstellung.

    Vielleicht äußern Sie sich besser zur Sache, unabhängig davon, ob Ihnen der Autor/die Autorin namentlich oder persönlich bekannt sind.

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  10. Ihr Kommentar ist nicht nur bei einem Jobwechsel jederzeit weltweit zu lesen. Das ist Ihnen doch hoffentlich klar, oder?

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  11. Man, sind Sie witzig ! Warum hat noch keiner Ihr Talent erkannt... Und so kreativ. Ein Traum

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  12. Folgendes kann zusammenfassend festgehalten werden:

    - Unterbringungsquote in Hamburg 0,4 %
    - 77 von 104 Stadtteilen in Hamburg haben bislang KEINE Plätze.
    - Stadtteil Eimsbüttel (57000 Einwohner) hat keinen Platz, Anteil der Unterbringung = 0,00 %
    - Im Bezirk Eimsbüttel wurden von 2008 bis 2010 425 Plätze abgebaut, im Bezirk Hamburg-Mitte nur 40
    - Die genannten Standorte Billstieg und Billbrookdeich liegen direkt an der Grenze zu Billstedt. Billbrook hat 1300 Einwohner und ist hauptsächlich Gewerbegebiet. Der soziale Schwerpunkt der Menschen ist somit ebenfalls Billstedt. Die Integrationsleistung erfolgt also in Billstedt.
    Der Schulstandort Billbrookdeich gehört zu der Billstedter Schule Am Schleemer Park. Es handelt sich nur um eine Grundschule. Zudem arbeitet die Schule mit der Kita in der Druckerstraße (Billstedt) zusammen, um die Ganztagsbetreuung zu gewährleisten.
    Quelle: http://www.moela.hamburg.de/index.php/article/detail/1191?PHPSESSID=c4d302aa9641e9ff0a2e8893a03b9aac

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